© Alex Prechtl

Laufen in München: Die besten Strecken rund um Maxvorstadt, Haidhausen und Bogenhausen

  • Die Maximiliansanlagen ziehen sich über rund zwei Kilometer und etwa 30 Hektar am rechten Isarhochufer zwischen Ludwigsbrücke und Max-Joseph-Brücke entlang. Zentraler Punkt ist der 38 Meter hohe Friedensengel.
  • Im Olympiapark sind zwei Runden offiziell vermessen: der 3,2 Kilometer lange Oly-Loop, den die Stadtwerke München 2014 mit blau-grünen Pfeilen markiert haben, und der exakt fünf Kilometer lange, vollständig asphaltierte Kurs ab Spiridon-Louis-Ring.
  • Der große Rundweg in Bogenhausen führt von der Ludwigsbrücke über die Maximiliansanlagen bis zur Mauerkircherstraße und misst etwa zehn Kilometer. Eine kürzere Runde ab Rümelinstraße oder Mauerkircherstraße liegt bei sechs Kilometern.

Wer in München läuft, hat ein angenehmes Problem: zu viele gute Strecken und zu wenige verlässliche Angaben dazu. Die meisten Empfehlungen bleiben bei Namen stehen und nennen weder Länge noch Untergrund. Ein Überblick über Distanzen, Beläge und Höhenmeter, sortiert nach den Vierteln, in denen unsere Projekte stehen.

Maxvorstadt: Der kurze Weg nach Norden

Von der Türkenstraße aus ist der Englische Garten ein Aufwärmweg, keine Anfahrt. Über die Veterinärstraße erreicht man den südlichen Parkeingang in wenigen Minuten, und ab dort ist Schluss mit Ampeln.

Der Englische Garten misst in der Länge rund acht Kilometer und reicht vom Hofgarten bis an den nördlichen Stadtrand. Eine ausgiebige Runde durch den Park liegt bei etwa fünf Kilometern. Wer mehr will, läuft nach Norden weiter, wo es auf den Wegen jenseits des Kleinhesseloher Sees deutlich ruhiger wird als im Süden, der an warmen Tagen voll ist.

Für Tempotraining eignet sich der Südteil schlecht und der Nordteil gut. Die Wege sind dort breit, überwiegend wassergebunden und nur leicht wellig. Wer Intervalle auf gleichbleibendem Untergrund laufen will, findet die besseren Bedingungen in den geraden Alleen des Nymphenburger Schlossparks, der von der Maxvorstadt mit der Tram gut erreichbar ist.

Die zweite Option in Gehweite ist die Isar. Vom Kunstareal über die Innenstadt zur Ludwigsbrücke ist es allerdings ein Stück durch dichten Stadtverkehr. Wer regelmäßig an der Isar laufen will und in der Maxvorstadt wohnt, nimmt sinnvollerweise die Strecke durch den Englischen Garten und steigt am Isarring ins Isartal ab.

Ein Hinweis zur Tageszeit, der in der Maxvorstadt mehr zählt als anderswo: Der Südteil des Englischen Gartens ist von etwa elf Uhr bis in den Abend hinein stark frequentiert, an warmen Wochenenden auf den Hauptwegen kaum laufbar. Wer dort trainiert, läuft entweder vor acht Uhr oder verlegt die Runde nach Norden.

Für Bewohner der MAX HÖFE in der Türkenstraße 50 hat die Lage einen praktischen Vorteil, den man erst beim Training merkt. Der Weg in den Park führt bergab, der Rückweg bergauf, und beides ist so kurz, dass ein Feierabendlauf keine Planung braucht.

Haidhausen: Drei Ebenen auf zweihundert Metern

Haidhausen liegt auf dem Isarhochufer, und das ist für Läufer der entscheidende Punkt. Zwischen dem Viertel und dem Fluss liegt ein Hang, und der lässt sich in jede Runde einbauen.

Die oberste Ebene sind die Maximiliansanlagen, die im Süden bereits auf Haidhauser Gebiet beginnen und am Gasteig ansetzen. Sie verlaufen auf etwa zwei Kilometern am Hochufer entlang, schattig, mit altem Baumbestand aus Kastanie, Ahorn, Linde und Eiche, den Carl von Effner ab 1856 pflanzen ließ. Die mittlere Ebene sind die Treppen und Rampen, die den Hang erschließen, die unterste sind die Isarwege selbst.

Daraus ergeben sich drei Trainingsformen an derselben Adresse. Flach und schnell auf den Uferwegen, hügelig auf den Terrassen der Anlagen, und für Bergintervalle die Aufstiege zwischen beiden. Wer sich an Steigungen herantasten will, hat hier deutlich mehr Auswahl als in den flachen Parks im Westen der Stadt.

Nach Süden führt der Uferweg in die Isarauen und weiter zum Flaucher. Eine bekannte Runde ab Reichenbachbrücke läuft am Ostufer rund fünf Kilometer bis zur Marienklausenbrücke, quert dort und kommt am Westufer zurück. Die vollständige Schleife liegt bei etwa acht Kilometern.

Ein zweiter Vorteil ist der Baumbestand. Die Maximiliansanlagen sind dicht bepflanzt und dadurch auch im Hochsommer schattig, was den Unterschied zwischen einer erträglichen und einer sinnlosen Mittagsrunde ausmacht. Offene Parkflächen bieten das nicht, und die Zahl der Tage, an denen das eine Rolle spielt, nimmt zu.

Vom Johannisplatz sind es wenige Minuten bis zum Einstieg in die Maximiliansanlagen. Wer dort wohnt, hat den Hang, den Fluss und den Park in einem Radius, den man morgens vor der ersten Besprechung abläuft.

Bogenhausen: Zehn Kilometer am Stück oder sechs im Stillen

Bogenhausen ist das Laufrevier unter den vier Vierteln, und zwar mit Abstand. Die Maximiliansanlagen bilden nur den südlichen Anfang.

Die große Runde beginnt an der Ludwigsbrücke beim Deutschen Museum, führt durch die Maximiliansanlagen am Friedensengel vorbei nach Norden bis zur Max-Joseph-Brücke und weiter zur Mauerkircherstraße in der Montgelasstraße. Sie misst etwa zehn Kilometer. Abkürzen lässt sie sich an drei Stellen, am Wiener Platz, am Maximilianeum und an der Villa Stuck, was sie für unterschiedliche Trainingsstände brauchbar macht.

Die stille Alternative liegt weiter nördlich. Ein Rundweg ab Rümelinstraße oder Mauerkircherstraße misst sechs Kilometer und lässt sich am Stauwehr Oberföhring mit den Wegen im Englischen Garten verbinden. Vom Stauwehr bis zur Freischützstraße sind es drei Kilometer, bis zur Taimerhofstraße vier.

Der Herzogpark selbst ist keine Laufstrecke im eigentlichen Sinn, sondern ein Anschluss. Der Park zieht sich von der Herzogparkstraße nach Nordosten bis ins Grüntal, größtenteils am Brunnbach entlang, einem rund drei Kilometer langen rechten Isarzufluss, der im ehemaligen Montgelas-Garten entspringt. Wer von der Pienzenauer Straße startet, ist in wenigen Minuten am Wasser und danach auf den Isarwegen.

Für die THOMAS-MANN-ALLEE in der Pienzenauer Straße und das HAUS KÖNIGSWIESE an der Neuberghauser Straße bedeutet das dasselbe in unterschiedlicher Ausprägung. Vom Haus Königswiese aus liegen die Maximiliansanlagen direkt vor der Tür, von der Thomas-Mann-Allee aus die Isar und der nördliche Anschluss Richtung Oberföhring.

Olympiapark: Wo in München gemessen wird

Wer sein Tempo kennen will, fährt in den Olympiapark. Dort liegen die einzigen Strecken der Stadt, deren Länge nicht geschätzt ist. Der Oly-Loop misst 3,2 Kilometer. Die Stadtwerke München haben ihn im Sommer 2014 angelegt und mit blau-grünen Pfeilen auf dem Boden markiert, sodass sich jederzeit einsteigen lässt. Die Kilometerzählung beginnt vor dem Olympia-Eissportzentrum, die Runde führt über eine kleine Brücke auf die andere Kanalseite, zum kleinen Olympiasee, hinauf zwischen Parkharfe und Werner-von-Linde-Halle, ums Olympiastadion und über den Coubertin-Platz zurück.

Der schnelle Kurs ist exakt fünf Kilometer lang, flach und vollständig asphaltiert. Er beginnt auf dem Spiridon-Louis-Ring zwischen Olympiastadion und Werner-von-Linde-Halle und ist die Strecke, auf der in München Standortbestimmungen gelaufen werden. Für Tempodauerläufe und lange Intervalle gibt es in der Stadt nichts Besseres.

Wer Höhenmeter sucht, nimmt die kurze Runde ab Willi-Daume-Platz über den Olympiaberg: 3,5 Kilometer, rund 54 Höhenmeter, oben Blick über den Park und an klaren Tagen bis zu den Alpen. Die vollständige Umrundung des Parks liegt bei etwa 8,4 Kilometern und ist durchgehend asphaltiert.

Für Bewohner der Maxvorstadt ist der Olympiapark mit der U-Bahn in wenigen Stationen erreichbar. Aus Bogenhausen dauert es länger, lohnt aber für alle, die ihre Zeiten vergleichen wollen.

Belag, Steigung, Licht: Woran sich Strecken unterscheiden

Drei Kriterien entscheiden darüber, ob eine Strecke zum Vorhaben passt, und keines davon steht in den üblichen Empfehlungslisten. Der Belag bestimmt die Belastung. Asphalt gibt exakte Zeiten und beansprucht Gelenke, wassergebundene Decken sind gelenkschonender und im Winter unzuverlässig, Waldboden ist am schonendsten und für Tempotraining unbrauchbar. München bietet alle drei in kurzer Distanz: Asphalt im Olympiapark, wassergebundene Wege im Englischen Garten und in den Maximiliansanlagen, weiche Untergründe in den Isarauen.

Die Steigung entscheidet über den Trainingseffekt. Der überwiegende Teil der Münchner Strecken ist flach. Ausnahmen sind der Isarhang zwischen Haidhausen und dem Fluss und der Olympiaberg mit seinen rund 54 Höhenmetern auf kurzer Distanz.

Dazu kommt der Faktor Verkehr, der sich schlecht messen und leicht unterschätzen lässt. Eine Strecke, die alle achthundert Meter von einer Ampel unterbrochen wird, ist kein Dauerlauf, sondern eine Folge von Antritten. Deshalb sind die Isarwege, der Englische Garten und der Olympiapark den innerstädtischen Achsen überlegen, und deshalb zählt bei der Wohnlage nicht die Entfernung zum Park, sondern die Zahl der Querungen bis dorthin.

Das Licht entscheidet über die Jahreszeit. Von November bis Februar ist es in München ab etwa 16.30 Uhr dunkel. Beleuchtet sind vor allem innerstädtische Wege und die Achsen im Olympiapark, während die Isarauen und der nördliche Englische Garten abends ohne eigene Lampe nicht zu empfehlen sind. Wer ganzjährig nach Feierabend läuft, wählt seine Wohnlage sinnvollerweise auch danach.

Häufig gestellte Fragen

Welche Laufstrecke in München ist exakt vermessen?

Im Olympiapark gibt es zwei markierte Kurse: den 3,2 Kilometer langen Oly-Loop, den die Stadtwerke München 2014 mit blau-grünen Bodenpfeilen ausgeschildert haben, und einen exakt fünf Kilometer langen, vollständig asphaltierten Rundkurs mit Start auf dem Spiridon-Louis-Ring. Beide eignen sich für Zeitvergleiche.

Wo lässt sich in München mit Steigung trainieren?

Am Isarhochufer zwischen Haidhausen und dem Fluss, wo Treppen und Rampen den Hang erschließen, sowie am Olympiaberg. Die Runde ab Willi-Daume-Platz über den Berg misst 3,5 Kilometer bei etwa 54 Höhenmetern.

Wie lang ist die Runde durch die Maximiliansanlagen?

Die Anlagen selbst erstrecken sich über rund zwei Kilometer zwischen Ludwigsbrücke und Max-Joseph-Brücke. Der vollständige Rundweg von der Ludwigsbrücke bis zur Mauerkircherstraße liegt bei etwa zehn Kilometern und lässt sich am Wiener Platz, am Maximilianeum und an der Villa Stuck abkürzen.

Welches Münchner Viertel eignet sich am besten zum Laufen?

Bogenhausen bietet die größte Auswahl, weil sich Maximiliansanlagen, Isarwege, Herzogpark und der Anschluss über das Stauwehr Oberföhring an den Englischen Garten zu Runden von sechs bis über zehn Kilometern verbinden lassen. Haidhausen hat den Vorteil der Steigung, die Maxvorstadt den kürzesten Weg in den Englischen Garten.

Der beste Untergrund ist der, den man täglich erreicht

Trainingspläne scheitern selten an der Strecke und fast immer am Weg dorthin. Wer zwanzig Minuten fahren muss, läuft dreimal die Woche und irgendwann gar nicht mehr. Wer in fünf Minuten im Park ist, läuft auch an Tagen, an denen er keine Lust hat.

Das ist der Grund, warum die Entfernung zur nächsten Grünanlage bei der Wahl einer Wohnung mehr wiegt als die Zahl der Wellnessangebote im Haus. Unsere Projekte in der Maxvorstadt, in Haidhausen und in Bogenhausen liegen jeweils in Gehweite zu einer der beschriebenen Strecken. Die Details zu Lage und Umfeld finden Sie auf legat-living.de.

 

Quellen

  1. Maximiliansanlagen, Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Maximiliansanlagen
  2. Maximiliansanlagen, NordOstKultur München, https://nordostkultur-muenchen.de/architektur/maximiliansanlagen/
  3. Spazierwege im Grünen, Bei uns in München, https://bei-uns-in-muenchen.de/spazierwege-im-gruenen
  4. Laufstrecken, LG Stadtwerke München, https://lg-swm.de/training/laufstrecken/
  5. Die besten Laufstrecken in München, ISPO, https://www.ispo.com/know-how/die-besten-laufstrecken-muenchen
  6. Laufrunde Olympiapark in München, Outdooractive, https://www.outdooractive.com/de/route/jogging/muenchen/laufrunde-olympiapark-in-muenchen/810104518/
  7. Bogenhausen: Wissenswertes, Tipps und Infos, muenchen.de, https://www.muenchen.de/stadtteile/bogenhausen-wissenswertes-tipps-und-infos

 

 

Zuletzt aktualisiert:

Tonio Stübing

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